Samstag, 10. Dezember 2016

Erklärung der Menschenrechte


In aller Frühe unerwünscht behelligt von einem gotteslästerlichen Jubiläum, sei als Antidot an dieser Stelle unser Heilige Vater, seligen Andenkens, Pius VI. zitiert:
»[D]er gesellschaftlich verfaßte Mensch solle eine vollständige Freiheit genießen, und zwar dergestalt, daß er hinsichtlich der Religion nicht behelligt werden dürfe und es seinem freien Belieben überlassen sein sollte, sogar bezüglich der Religion alles zu denken, zu reden, zu schreiben und selbst zu veröffentlichen, was er will. Und es wurde erklärt, daß diese Ungeheuerlichkeit sich aus der Gleichheit der Menschen untereinander und aus ihrer natürlichen Freiheit heraus herleite und ergebe. Was kann man Wahnsinnigeres erdenken, als eine derartige Gleichheit und Freiheit für alle zu errichten ...?
Da nun der Gebrauch, den der Mensch von seiner Vernunft machen soll, im Wesentlichen darin besteht, seinen höchsten Schöpfer zu erkennen, ihn zu ehren, ihn zu preisen, ihm sein ganzes Leben zu weihen, weil er sich von Kindheit an den Älteren unterwerfen und von ihren Lehren leiten lassen muß, weil er von ihnen lernen muß, sein Leben nach den Gesetzen der Vernunft, der Gesellschaft und der Religion auszurichten, sind für ihn die Gleichheit und die vielgerühmte Freiheit von Geburt an nichts als Hirngespinste und leere Worte.
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Breve Quod aliquantum vom 10. März 1791

Kommentare:

  1. Das "gotteslästerliche Jubiläum" soll wohl die Feier von Wissenschaften, Literatur und Frieden am Todestag Alfred Nobels sein?

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    1. Nein, der 50. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte durch die UNO.

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  2. Die Rechtsreligiösen würden Folter und Töten "für Gott" wiedereinführen, ließe man sie denn.
    Obacht!!

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    1. Unter der Herrschaft der Linksatheisten wird für weniger gefoltert und gemordet.

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  3. ... die ich einerseits gut finde (es steht ja nicht da, man dürfe nicht missionieren, es ist lediglich ausgeführt, dass man dem anderen seine Religion nicht aufzwingen darf). Man darf ihm seine Religion aber nicht verfälschen.

    Und ich wiederhole mich im Hinblick auf die mengenweise auftretenden Asylbewerber:
    ... dass man dem anderen seine Religion nicht aufzwingen darf. Und wenn sie einem noch so wichtig ist.

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    1. "Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen."

      Genau das hat die Kirche stets verurteilt. Jedenfalls bis zum Konzil. Ein Recht gibt es nur auf die Wahrheit und die wahre Religion. Die Freiheit, seine Religion zu wechseln, hat ein Katholik ebenfalls nicht - "die Annahme des Glaubens ist freiwillig, die Beibehaltung notwendig", so der hl. Thomas.

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  4. Kerl, du bist so dreist. Ich notiere mir diese Seite hier als Corpus delicti.

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  5. Waren das noch Zeiten, als die Päpste katholisch, nicht nur taufscheinkatholisch, waren, seufz. So klare Aussagen fehlen heute überall.

    Ganz nebenbei: Warum veröffentlichst Du eigentlich diesen freigeiststichigen Quark ohne Nährwert? Bei mir wandert dieser Blödsinn sofort in den Schredder.

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    1. Ja, sie fehlen sehr. Zumindest fehlt aber die Wahrheit niemals, auch wenn sie vermindert ist unter den Menschenkindern.

      Herrn Friedrich veröffentlichte ich aus aus Toleranz und um der Nachwelt ein Zeugnis zu hinterlassen. In Zukunft überlege ich mir das aber vermutlich ...

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  6. Huch, was ist denn das? Das Archiv ist wieder eröffnet. Wann kommen neue Artikel?

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    1. Zu Dokumentationszwecken kommt vielleicht in Kürze nochmal ein Beitrag, weiteres ist aber erstmal nicht vorgesehen. Ich schreibe Dir auch nochmal privat.

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