Dienstag, 13. Oktober 2015

Es geschehen noch Zeichen und Wunder - der hl. Sintpert von Augsburg


»Um Gottes Willen, was macht denn der Hund mit dem Baby?« So oder so ähnlich war die meinige Reaktion und die meiner Begleitung beim Blick auf eine marmorne Liegedarstellung des Heiligen samt obligatorischem Wolf (und Kind). Glücklicherweise lag dort ein Zettel aus, der Aufklärung brachte. Eine Mutter flehte am Grab des einstigen Augsburger Bischofes um ihr Kind, das ein Wolf verschleppt hatte. Der Isegrimm brachte es daraufhin unversehrt zurück. Reichlich roh kommt mir das Tier aber doch in den Heiligenbildnissen vor, und dann noch die spitzen Reißzähne ... aber so ist das halt, hat man erst einmal ein Attribut, dann wird man es so schnell nicht wieder los. Und so wie der hl. Dionysius nun auf ewig seinen eigenen Kopf herumtragen muss, so taucht der hl. Sintpert/Simpert nur noch in Begleitung seines treuen Wolfes plus Maulbaby auf. Der Wunder hat er aber noch viel mehr gewirkt, einige davon sind an den Wänden seiner Kapelle in St. Ulrich und Afra abgebildet. Drum wurde er hierzulande auch als Nothelfer verehrt. 
So mögen wir durch die Fürsprache des hl. Sintpert davor bewahrt bleiben, dass uns der ewige Widersacher verschlinge ... und mit seiner Hilfe die noch größeren Wohltaten der Seligkeit erlangen!
Deus, qui nobis beati Sintperti Confessoris tui atque Pontificis gloriosa merita virtutibus et miraculis evidenter declarasti: da nobis eius patrocinio salutem mentis et corporis; ut, ipsius exempla sequentes, a malis omnibus liberati, ad te feliciter pervenire mereamur. Per Dominum.
O Gott, Du hast uns die herrlichen Verdienste Deines heiligen Bekenners und Bischofs Sintpertus durch Wunder und Zeichen unverkennbar kundgetan. Verleih uns unter seinem Schutze Heil für Seele und Leib; hilf, dass wir seinem Beispiele nachfolgend, von allem Unheil befreit, glücklich zu Dir gelangen mögen. Durch unsern Herrn.
(Kollekte im Augsburger Eigenteil. Übersetzung nach dem Schott-Ergänzungsheftchen für die Diözese, leicht adaptiert) 
Bild: St. Ulrich und Afra, Augsburg.  

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